Musterbestände zum Waldumbau
Fichten-Altbestand: Buchen- und Tannen-Vorbau aus den 1987ern
Zoombild vorhanden
© Blacek, AELF Weilheim i.OB
Buchen- und Tannen-Vorbau aus den 1987ern, Pähl
Buchen- und Tannen-Vorbauten können sich auch etablieren, wenn der schützende Schirm des Altholzes frühzeitig durch Sturm oder Käfer verloren geht.
Ausgangslage
Wie sich Buchen- und Tannen-Vorbauten trotz ungeplant frühzeitigen Wegfalls des schützenden Altbestandes gut entwickeln können, kann man im Wald von Kaspar Spiel sehen.
An den Erhebungen am Rand des Ammerseebeckens findet man auch in reinen Fichtenbeständen immer wieder einzelne alte Buchen und Tannen. Als Bäume der hier ursprünglichen Waldgesellschaften sind sie gut an die Standortverhältnisse angepasst und versprachen schon in Zeiten, bevor der Klimawandel sich akut bemerkbar machte, ökologische und ökonomische Stabilität. Deshalb wurden 1987 unter einen damals ca. 60-jährigen Fichten-Altbestand Tannen und Buchen angepflanzt.
Bisherige Maßnahmen
Bereits 1990 fiel ein Großteil des Fichten-Altbestandes den Orkanen Vivian und Wiebke zum Opfer. Zwar waren damit die Funktionen des Altbestandes für die vorgebauten Buchen und Tannen nicht mehr gegeben, aber offenbar schützten die umliegenden Waldbestände die jungen Buchen und Tannen vor Spätfrost und beide konnten sich auf den für sie optimal geeigneten Standort auch ohne Schatten des Altholzes gegen die lichthungrige Fichte durchsetzen. Es wirkte der Vorteil des Voranbaus: es hatte sich schon eine standortangepasste Verjüngung etabliert, als der Altbestand den Stürmen zum Opfer fiel. Dichtstand und eine schwache Überschirmung verbliebener Fichtenaltbäume haben gut geformte Buchen hervorgebracht. Die Tannen stehen in der Wuchskraft den Fichten nicht nach.
Zukünftige Maßnahmen
Sobald die Buche ausreichend astfreie Schaftlängen von etwa 8 Metern erreicht hat, werden gut geformte Individuen gefördert, damit sich eine große Krone ausbilden und wertvolles Holz zuwachsen kann. Zum Ausbau vitaler Kronen werden die Tannengruppen aufgelockert. Die Fichtenaltbäume werden je nach Gesundheitszustand einzelstammweise entnommen. Im nördlich angrenzenden Nachbarbestand sieht man, wie Tannenvorbau gemeinsam mit Schulkindern umgesetzt werden kann.
Lageplan und Anfahrtsbeschreibung
Mit dem Auto: Parken am Wanderparkplatz Hochschloss/Golfplatz Pähl (außerhalb Schranke!).
Zu Fuß: Auf dem Wander- und Radweg Richtung Erling/Andechs über Hartkapelle ca. 1,2 km.
Zu Fuß: Auf dem Wander- und Radweg Richtung Erling/Andechs über Hartkapelle ca. 1,2 km.
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