Musterbestände zum Waldumbau
Fichten-Buchen-Altbestand: Buchen-Naturverjüngung
Zoombild vorhanden
© Blacek, AELF WM
Buchen-Naturverjüngung, Fischen
Seit Anfang der 1990er Jahre wird der Fichten-Buchen-Bestand ohne Wildschutzmaßnahmen verjüngt. 2022 sind 70 bis 80 Prozent der Fläche mit Buche verjüngt.
Ausgangslage
Stürme und Borkenkäfer hatten den mit Buchen einzeln bis kleinbestandsweise durchmischten Fichtenbestand Anfang der 1990er Jahre weitgehend verschont. Die Großeltern der heutigen Eigentümerin förderten nun gezielt die Buchen als Samenbäume für die künftige Verjüngung des Waldes. Denn sie sollte als stabilisierende Baumart eine größere Rolle im Waldaufbau spielen. In dem Anfang der 1990er Jahren etwa 60 bis 80 jährigen Wald, war keine nennenswerte Verjüngung vorhanden.
Bisherige Maßnahmen
Seit den frühen 1990er Jahren fanden in etwa sieben bis zehnjährigen Intervallen Durchforstungen mit mäßigen einzelstammweisen Eingriffen statt. Dabei wurden gezielt Buchen durch die Entnahme von Fichten gefördert. Vereinzelt gab es Windwürfe. Wo die Buchen in Gruppen oder kleinbestandweise standen, wurden die jeweils besser geformten Individuen von Bedrängern befreit. Etwa 1995 wurden zwei Bestandslücken im Süden mit Bergahorn, Esche und einzelnen Kirschen bepflanzt. Die Esche ist mittlerweile dem Eschentriebsterben zum Opfer gefallen. Um 2000 wurden nahe einer Bergahorngruppe einige Tannen gepflanzt. 2022 sind etwa 70 bis 80 Prozent der Fläche mit Buche verjüngt. Im Norden des Bestandes verbreiten einzelne Alttannen ihre Samen. Die Tannen-Naturverjüngung wurde vereinzelt mit Verbissschutz versehen.
Zukünftige Maßnahmen
Weiterhin sollen die Vorteile der natürlichen Verjüngung genutzt werden, wie z.B. kostenlose „Pflanzung“, unbeeinträchtigte Wurzelentwicklung und damit bessere Stabilität der Bäume, hohe Baumartenzahl mit genetischer Vielfalt und damit hohem Anpassungspotential bei Änderungen der Umweltbedingungen. Besonderes Augenmerk gilt der sich natürlich verjüngenden Tanne. Sie wird nötigenfalls vor Wildverbiss geschützt und bei Bedarf von bedrängender Buchenverjüngung freigestellt. Um Schäden an der Verjüngung zu vermeiden, werden Altbäume weiterhin einzelstammweise entnommen. Maßstab für die Eingriffsstärke und Eingriffsintervalle ist der Gesundheitszustand (insbesondere Rotfäule bei Fichte) der Bäume und in dichteren Bestandesteilen der Lichtbedarf der Verjüngung. So soll es gelingen, in zwei Schichten Holz zu produzieren und einen gestuften weniger für Stürme anfälligen Waldaufbau zu fördern.
Lageplan und Anfahrtbeschreibung
Mit dem Auto: Parken am Waldweg an der Gemeindeverbindungsstraße Fischen-Erling. Zu Fuß auf Forststraße 80 m zum links abbiegenden Waldweg. Diesem folgend und stets rechts haltend den Musterbestand umrunden.
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