Pressemitteilung vom 15. März 2022
Borkenkäfer beenden ihre Winterruhe

Borkenkäfer bei der Eiablage

Foto: Tobias Hase, StMELF

Den Winter haben die Käfer weitgehend unbeschadet als Larve, Puppe oder fertiger Käfer unter der Rinde befallener Fichten oder im Boden überstanden.

Zum Glück hielt sich der Befall unserer Wälder durch Borkenkäfer in den Landkreisen Starnberg, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen im vergangenen Jahr in Grenzen. „Aus leidvoller Erfahrung wissen wir aber, wie schnell sich die Situation wieder ändern kann und wir vor der nächsten Massenvermehrung stehen“, erklärt Martin Kainz, Abteilungsleiter am AELF Weilheim.

Jetzt die Zeit zur Aufarbeitung von Sturmholz nutzen

Vor allem im vergangenen Februar wurde unsere Region von mehreren schweren Stürmen getroffen, die leider auch in den Wäldern ihre Spuren hinterlassen haben. Zahlreiche Einzelbäume wurden umgerissen. Dieses Sturmholz bietet ideale Ausgangslagen für erneuten Borkenkäferbefall, denn es ist noch frisch, kann jedoch kein Harz mehr produzieren um die Käfer abzuwehren. Verbleibt es im Wald kann es den ersten Schritt zur einer neuen Massenvermehrung bedeuten.
Es kommt jetzt darauf an, die noch verbleibende Zeit bis zum Schwärmbeginn der Käfer zu nutzen. Noch in den Wäldern vorhandenes Schadholz muss zügig aufgearbeitet und aus dem Wald verbracht werden. So kann ein Befall und damit die Bildung neuer Käfernester verhindert werden. Diese sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist laut Martin Kainz die einzig wirksame und bewährte Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern, die auch größere Waldflächen zum Absterben bringen kann.

Beratung

Beratung und Unterstützung bei der Bekämpfung bieten neben den Förstern des AELF auch die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse.