Schneebruch und Sturmwürfe begünstigen Borkenkäferbefall
Appell an Waldbeitzerinnen und Waldbesitzer: Bitte Aufräumen im Wald

Geworfene oder gebrochene Fichten können dem Borkenkäfer keinen Wiederstand leisten.

Schadholz muss jetzt aus den Wäldern geholt werden.

Im vergangenen Januar wurden durch die starken Schneefälle zahlreiche Bäume, vor allem Fichten, umgedrückt oder deren Gipfel abgerissen. Die größten Schäden entstanden dabei in Höhenlagen zwischen 750 Metern und 900 Metern im gesamten Landkreis mit einem Schwerpunkt im Bereich Schongau.

Hinzu kamen immer wieder, zuletzt am Rosenmontag 2019, von Stürmen umgerissene Bäume.
Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim rechnet mit einem Schadholzanfall von einigen 1.000 Festmetern.

Wegen der hohen Schneelage waren die meisten Flächen lange Zeit unzugänglich, so dass der größte Teil der gebrochenen Bäume noch in den Wäldern liegt.

Inzwischen ist das Frühjahr ins Land gezogen und die Borkenkäfer sitzen in den Startlöchern. Nach den ersten warmen Tagen werden die Käfer demnächst ausfliegen und bevorzugt das in den Wäldern herumliegende Schadholz befallen, von dem dann neue Befallsherde ausgehen.
Fichtengipfel wurde durch Schnee abgebrochenZoombild vorhanden

Dieser Stamm ohne ausreichende Astquirle und der Gipfel müssen aus dem Wald.

Es ergeht daher der dringende Appell an alle Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, ihre Flächen auf Schäden zu kontrollieren und vorhandenes Schadholz unverzüglich aufzuarbeiten und aus dem Wald zu schaffen!
Das gilt besonders auch für die vom Schnee heruntergerissenen Baumwipfel. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der abgebrochene Gipfel noch in der Baumkrone hängt.
Wenn der stehen gebliebene Rest der Bäume noch mindestens vier bis fünf grüne Astquirle hat, muss dieser nicht gefällt werden, sollte aber in Hinblick auf Borkenkäferbefall im Auge behalten werden.

Wie es der Zufall will, treffen Gipfel und umstürzende Bäume genau die Wildschutzzäune. Die Schutzwirkung geht verloren. Bevor die Zäune repariert werden, sollte sich der Waldbesitzer überlegen, ob der Zaun noch benötigt wird, oder abgebaut werden kann.

Bei Fragen zur Aufarbeitung und Borkenkäferbekämpfung können sich alle Waldbesitzer an die örtlichen Revierförster der Bayerischen Forstverwaltung wenden.